
Geschrieben von: Julia M.
mehrfache Mama, Familienmensch und leidenschaftliche Schreiberin, steckt hinter vielen Artikeln auf mama-und-mehr.de. Nach der Geburt ihrer Kinder hat sie ihre Berufung darin gefunden, andere Eltern auf ihrer Reise durch Schwangerschaft, Babyzeit und Familienalltag zu begleiten. Mit einem offenen Ohr für die Sorgen junger Mütter, einem Blick fürs Praktische und ganz viel Herzblut teilt sie ihre Erfahrungen, Produkttipps und Ideen für einen liebevollen Familienalltag.
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich den Kleiderschrank für mein erstes Baby eingeräumt habe. So viele winzige Bodys, Strampler und Socken – und ich war völlig sicher: „Das bleibt bei mir alles super ordentlich.“
Spätestens nach den ersten durchwachten Nächten sah die Realität anders aus. Wäscheberge, zu kleine Bodys im Stapel, drei Mal der gleiche Schlafanzug gekauft, weil ich den Rest einfach nicht mehr gefunden habe.
Falls du gerade an einem ähnlichen Punkt stehst oder deinen Baby-Kleiderschrank von Anfang an sinnvoll organisieren willst: Du bist hier genau richtig. In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du mit Größen-Trennern, Boxen und einfachen Routinen Ordnung in den Baby-Kleiderschrank bringst – und sie auch behältst.
- moderne Kinder-Aufbewahrungstruhe "Wolke" in Scandi-Design
- Material: MDF
- Farbe: weiß / naturbelassen
- Großer Aufbewahrungskorb für Kinderzimmer: 36 x 22 x 18 cm. Dieser Aufbewahrungskorb hält...
- 100 % Baumwolle, sicher und hautfreundlich: Aus 100 % Baumwolle, strapazierfähig, aber weich...
- Durchdachtes Design – Der Korb enthält 1 herausnehmbare T-förmige Trennwände, die 3 separate...
- Vielseitiger Stauraum: Die geflochtenen Körbe haben drei praktische Größen: klein (18,5 cm x...
- Natürliche und umweltfreundliche Materialien: Die Aufbewahrungskörbe sind aus recyceltem und...
- HANDGEMACHT & LANGLEBIG: Die Körbe werden von qualifizierten Handwerkern handgefertigt und sind...
Ich teile mit dir, was sich bei uns im Alltag wirklich bewährt hat, wo ich anfangs Fehler gemacht habe und welche kleinen Tricks dir nachts um 3 Uhr mit müden Augen das Leben leichter machen.
Warum sich ein gut organisierter Baby-Kleiderschrank wirklich lohnt
Ein ordentlicher Kleiderschrank klingt erstmal nach „Nice to have“. Aber gerade mit Baby ist er Gold wert. Nicht, weil alles hübsch aussehen soll, sondern weil du im Alltag einfach schneller und entspannter bist.
Ein durchdachtes System im Baby-Kleiderschrank hilft dir dabei:
- Nachts im Halbschlaf schnell den richtigen Schlafanzug zu finden.
- Zu kleine Kleidung rechtzeitig auszusortieren.
- Keine Teile doppelt zu kaufen, weil du den Überblick verloren hast.
- Wäsche schneller einzuräumen, statt alles nur „irgendwo“ reinzulegen.
- Geld zu sparen, weil du genau weißt, was du hast und was wirklich fehlt.
Und ganz ehrlich: Es fühlt sich einfach gut an, wenn du die Schranktür öffnest und nicht direkt das Chaos anspringt.
Schritt 1: Bestandsaufnahme – Was ist überhaupt alles da?
Bevor du mit Größen-Trennern und Boxen loslegst, kommt ein Schritt, den viele gerne überspringen: Alles einmal rausnehmen und anschauen. Ja, wirklich alles.
Lege am besten alles aufs Bett oder auf den Boden und sortiere grob vor:
- Bodys
- Oberteile (Shirts, Pullis)
- Hosen/Leggings
- Strampler/Overalls
- Schlafanzüge/Schlafsäcke
- Jacken/Mützen/Socken
Dann schaust du dir die Größen an. Meistens sammeln sich diese an:
- 50/56 (die ganz kleinen Größen)
- 62/68
- 74/80
- ab 86 aufwärts
Du wirst sehen: Oft hat man in manchen Größen viel zu viel und in anderen fast nichts. Gerade, wenn man viel geschenkt bekommt. Schreib dir ruhig kurz auf, wo Lücken sind. Das hilft dir später beim gezielten Nachkaufen.
Schritt 2: Wie viel Baby-Kleidung brauche ich wirklich?
Ein häufiger Grund für Chaos: einfach zu viel Kleidung. Ich kenne das. Alles ist so süß, man will am liebsten alles behalten. Aber der Kleiderschrank platzt dann schnell aus allen Nähten.
Als grobe Orientierung hat sich bei uns pro Größe bewährt:
- 8–10 Bodys
- 5–7 Hosen/Leggings
- 5–7 Oberteile/Pullis
- 3–5 Strampler/Overalls
- 3–4 Schlafanzüge
- 2 Schlafsäcke (zum Wechseln)
- 2–3 dünne Jäckchen
- 1–2 dickere Jacken (je nach Jahreszeit)
Natürlich hängt das auch davon ab, wie oft du wäschst. Wenn bei dir fast täglich die Waschmaschine läuft, brauchst du weniger. Wenn du eher alle paar Tage wäschst, plane etwas mehr ein.
Wichtig: Lass ruhig Luft im Schrank. Du wirst immer wieder Teile geschenkt bekommen. Es ist schön, wenn dann noch Platz ist.
Schritt 3: Größen-Trenner – Das Herzstück im Baby-Kleiderschrank
Größen-Trenner haben bei uns ehrlich gesagt alles verändert. Vorher hatte ich zwar Stapel, aber trotzdem war ständig irgendwas durcheinander. Mit Trennern siehst du auf einen Blick: Hier ist 56, da fängt 62 an.
Es gibt zwei Haupt-Varianten:
- Größen-Trenner für Kleiderstangen (Ringe, die du zwischen die Bügel hängst)
- Größen-Trenner für Schubladen/Fächer (Einsätze, Karten, kleine Schilder)
Wir hatten anfangs gar keine Kleiderstange, nur Schubladen. Ich habe mir dann mit einfachen Karton-Trennern und selbstgemachten Etiketten geholfen. Später bin ich auf richtige Schubladentrenner und hübsche Labels umgestiegen. Das war ein kleiner Gamechanger.
Größen-Trenner für Kleiderstangen
Wenn dein Baby-Kleiderschrank eine Stange hat, kannst du die klassischen runden Größen-Trenner nutzen. Die hängst du einfach zwischen die Bügel. Auf den Ringen steht dann die Größe: 50/56, 62/68 usw.
Ich mag daran besonders:
- Du siehst auf einen Blick, welche Größen du hast.
- Du kannst neue Größen einfach hinten anhängen.
- Es motiviert, die Kleidung wirklich nach Größe zu sortieren.
Wenn du magst, kannst du zusätzlich nach Kategorie sortieren: Zum Beispiel links Jacken und Kleider, rechts Strampler. Die Größen-Trenner sitzen dann dazwischen.
Größen-Trenner für Schubladen
Viele Wickelkommoden haben nur Schubladen. Das ist praktisch, aber ohne System wird es schnell zur Wühlkiste. Hier helfen feste Unterteilungen.
Du kannst verwenden:
- Schubladentrenner aus Holz oder Kunststoff
- kleine Boxen oder Körbe
- Faltboxen aus Stoff
- selbst gefaltete Kartons (z. B. von Windeln oder Paketen)
Wichtig ist, dass jede Größe ihren klar abgegrenzten Bereich bekommt. Zum Beispiel:
- Vorne: aktuelle Größe (z. B. 62)
- Dahinter: nächste Größe (68)
- Ganz hinten: eine Box mit „zu groß“
Damit du nicht ständig nachdenken musst, helfen Etiketten. Du kannst kleine Karten beschriften oder direkt auf die Boxen schreiben.
Schritt 4: Boxen & Körbe – das unsichtbare Ordnungswunder
Boxen sind im Baby-Kleiderschrank fast so wichtig wie die Kleidung selbst. Sie geben Struktur, begrenzen Mengen und verhindern, dass alles durcheinander rutscht.
Ich nutze Boxen im Babyzimmer vor allem für:
- Socken, Mützen, Halstücher
- Wechselkleidung für unterwegs (fertige Sets)
- „Zu groß“ und „zu klein“ Kleidung
- Schlafsäcke und dicke Strickjacken
Ich habe am Anfang einfach genommen, was da war: alte Schuhkartons, kleine Kisten, die wir noch übrig hatten. Später habe ich ein paar stabile, stapelbare Boxen gekauft. Das hat den Schrank noch übersichtlicher gemacht.
Worauf ich heute beim Kauf von Boxen achte:
- helle Farben, damit man drinnen alles gut sieht
- nicht zu hoch, damit man in Schubladen gut reingreifen kann
- stapelbar, falls du sie im Schrank übereinander nutzt
- möglichst rechteckig, um den Platz optimal zu nutzen
Schritt 5: Ein System, das zu deinem Alltag passt
Das beste Ordnungssystem bringt nichts, wenn es im Alltag nicht funktioniert. Darum lohnt es sich, einmal kurz zu überlegen: Wie nutzt du den Kleiderschrank wirklich?
Ein paar Fragen, die dir helfen:
- Wo wickelst du dein Baby? Direkt an der Wickelkommode oder an einem anderen Ort?
- Ziehst du dein Baby meist morgens im Schlafzimmer oder im Kinderzimmer an?
- Bist du eher der „Alles auf einen Blick“-Typ oder magst du es lieber hinter Türen und in Schubladen versteckt?
Bei uns hat sich dieses System bewährt:
- Obere Schublade: Bodys und Schlafanzüge (also alles, was wir täglich brauchen)
- Zweite Schublade: Hosen, Shirts, Strampler
- Dritte Schublade: „Zu groß“, Saisonkleidung, Reserve-Schlafsäcke
- Im Schrankfach daneben: Jacken, Mützen, Decken
Die aktuelle Größe liegt immer vorne. Die nächste Größe direkt dahinter. So rutscht nichts aus dem Blick.
- moderne Kinder-Aufbewahrungstruhe "Wolke" in Scandi-Design
- Material: MDF
- Farbe: weiß / naturbelassen
- Großer Aufbewahrungskorb für Kinderzimmer: 36 x 22 x 18 cm. Dieser Aufbewahrungskorb hält...
- 100 % Baumwolle, sicher und hautfreundlich: Aus 100 % Baumwolle, strapazierfähig, aber weich...
- Durchdachtes Design – Der Korb enthält 1 herausnehmbare T-förmige Trennwände, die 3 separate...
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Schritt 6: Falttechniken – damit du wirklich alles siehst
Ich hätte nie gedacht, dass Falten mal ein Thema für mich wird. Aber bei Babykleidung macht es echt einen Unterschied, wie du sie zusammenlegst.
Besonders praktisch finde ich die „stehende“ Faltmethode (angelehnt an KonMari). Dabei faltest du die Teile so, dass sie in der Schublade aufrecht stehen, statt übereinander zu liegen.
Vorteile:
- Du siehst jedes Teil auf einen Blick.
- Du ziehst nicht den ganzen Stapel durcheinander.
- Es motiviert, die Sachen wieder ordentlich einzuräumen.
So falte ich Bodys und Shirts
Keine Wissenschaft, eher eine kleine Routine:
- Body längs in der Mitte falten.
- Ärmel nach innen schlagen.
- Von unten nach oben in zwei oder drei Teile falten, bis ein kleines Rechteck entsteht.
- So falten, dass es stehen kann.
Du kannst die gefalteten Teile dann nach Größe sortiert in die Schublade stellen. Vorne die aktuelle Größe, dahinter die nächste.
Hosen & Strampler falten
Hier mache ich es ähnlich:
- Hose längs falten, Beine übereinander.
- Von unten nach oben in zwei bis drei Schritte falten.
- Aufrecht in die Schublade stellen.
Am Anfang dauert das Falten vielleicht ein paar Sekunden länger. Aber du sparst die Zeit beim Suchen locker wieder ein.
Aktuelle, zu kleine & zu große Kleidung – so behältst du den Überblick
Babys wachsen in einem Tempo, das einen manchmal sprachlos macht. Kaum hast du alles einsortiert, sind die ersten Sachen schon wieder zu klein. Wenn du hier kein System hast, wird der Schrank schnell voll mit Teilen, die eigentlich schon raus könnten.
Ich arbeite mit drei klaren Kategorien:
- Aktuell – passt jetzt
- Zu groß – kommt als Nächstes
- Zu klein – darf gehen oder wandert in die Erinnerungskiste
Aktuelle Größe
Diese Teile gehören an den besten Platz im Schrank. Also dorthin, wo du am schnellsten drankommst. In Schubladen ganz nach vorne, im Regal auf Augenhöhe.
Mein Tipp: Übertreibe es nicht mit der Menge. Wenn du 20 Bodys in der aktuellen Größe hast, wirst du sie nie alle nutzen. Ein überschaubarer Bestand macht das Anziehen viel entspannter.
Zu groß – aber bitte sichtbar
„Zu groß“ ist tückisch. Wenn du diese Sachen irgendwo ganz oben verstaust, vergisst du sie leicht. Dann findest du sie wieder, wenn sie schon wieder zu klein sind. Ist mir leider mehr als einmal passiert.
Darum habe ich eine eigene Box für „zu groß“ in der Kommode. Beschriftet mit der Größe, zum Beispiel „68/74 – zu groß“. Diese Box steht nicht ganz hinten im Schrank, sondern so, dass ich sie beim Öffnen der Schublade noch sehe.
Alle paar Wochen, meist beim Wäsche zusammenlegen, schaue ich kurz rein: Könnte das vielleicht schon passen? So rutschen neue Größen nach und nach in die „aktuell“-Kategorie.
Zu klein – wohin mit der ganzen Babykleidung?
Bei „zu klein“ wird man schnell sentimental. Ich habe anfangs fast alles aufgehoben, weil ich mich nicht trennen konnte. Irgendwann hatte ich dann drei große Kisten mit Mini-Bodys im Keller stehen.
Heute gehe ich so vor:
- Eine kleine Erinnerungsbox (Lieblingsteile, erstes Outfit, besonderes Geschenk)
- Eine Kiste für eventuelle Geschwister
- Der Rest darf verkauft, verschenkt oder gespendet werden
Praktisch ist eine „zu klein“-Box direkt im Kleiderschrank. Wenn dir beim Anziehen auffällt, dass etwas wirklich nicht mehr passt, wandert es direkt dort hinein. Ist die Box voll, entscheidest du in Ruhe, was damit passiert.
Labels & Beschriftungen – kleine Helfer, große Wirkung
Ich habe lange unterschätzt, wie sehr kleine Schildchen und Labels helfen. Gerade, wenn auch dein Partner, Großeltern oder Babysitter an den Schrank gehen, ist eine klare Beschriftung Gold wert.
Du kannst ganz simpel arbeiten:
- Masking Tape + Stift
- kleine Etiketten zum Aufkleben
- hängende Schildchen an Boxen
Gute Beschriftungen für den Baby-Kleiderschrank sind zum Beispiel:
- „Bodys 62/68“
- „Schlafanzüge 56/62“
- „Zu groß 74/80“
- „Socken & Mützen“
Das muss nicht perfekt aussehen. Es geht nur darum, dass jeder sofort versteht, wo was hingehört. Und du selbst an müden Tagen nicht nachdenken musst.
Einen Kleiderschrank einmal schön zu sortieren macht Spaß. Die Kunst ist, die Ordnung im Alltag zu halten. Ich verspreche dir: Du musst dafür nicht jeden Tag aufräumen. Kleine Gewohnheiten reichen.
Was sich bei uns bewährt hat:
- Beim Wäsche einräumen kurz checken: Ist etwas offensichtlich zu klein? Dann direkt in die „zu klein“-Box.
- Alle 4–6 Wochen ein Mini-Check: Passt die aktuelle Größe noch? Muss etwas nach vorne rutschen?
- Maximal 10–15 Minuten pro Aufräumrunde. Mehr braucht es meist nicht.
Ich mache solche Mini-Aufräumrunden gerne, wenn das Baby schläft und ich sowieso im Zimmer bin. Einmal Musik an, Schubladen kurz durchgehen, fertig.
Besondere Kategorien: Schlafsäcke, Jacken & Accessoires
Manche Teile brauchen im Baby-Kleiderschrank ein bisschen extra Aufmerksamkeit, weil sie sperriger sind oder schnell verloren gehen.
Schlafsäcke
Schlafsäcke nehmen viel Platz weg. Ich bewahre sie meist gefaltet in einem eigenen Fach oder einer größeren Box auf. Pro Größe reichen in der Regel zwei Stück: einer in Benutzung, einer als Ersatz.
Wenn du unterschiedliche TOG-Werte für Sommer und Winter hast, lohnt sich eine klare Trennung. Zum Beispiel: „Sommer-Schlafsäcke“ in einer Box ganz oben, „aktuelle“ griffbereit.
Jacken & Outdoor-Sachen
Jacken, Matschhosen, dicke Overalls – all das hängt bei uns lieber an Haken oder Bügeln, statt in der Schublade zu liegen. So trocknet alles besser und knittert nicht.
Für Mützen, Handschuhe und Halstücher nutze ich kleine Körbchen oder Hänge-Organizer an der Innenseite der Schranktür. So geht nichts verloren und du findest alles schnell, wenn es draußen plötzlich kalt wird.
Socken, Mützen & die kleinen Dinge
Diese Kategorie ist bei uns der Chaos-Magnet Nummer eins. Socken verschwinden, Mützen tauchen an den unmöglichsten Orten wieder auf.
Was hilft:
- Eine kleine Socken-Box in der obersten Schublade
- Ein eigenes Fach nur für Mützen & Tücher
- Beim Ausziehen die Sachen direkt dort hineinlegen, nicht irgendwo im Zimmer
Ich sortiere Socken nicht mehr akribisch paarweise, sondern lege alle in eine Box. Beim Anziehen suche ich mir dann zwei passende raus. Spart Zeit und Nerven.
Wenn wenig Platz da ist: Kleiderschrank-Organisation auf Mini-Raum
Nicht jeder hat ein eigenes Kinderzimmer oder einen großen Kleiderschrank. Manchmal teilt sich das Baby den Schrank mit den Eltern oder es gibt nur eine kleine Kommode.
Auch dann kannst du Ordnung reinbringen – du musst nur noch bewusster auswählen.
Meine Tipps für wenig Platz:
- Nur die aktuelle Größe im Schrank haben.
- „Zu groß“ und Saisonkleidung in Boxen unterm Bett oder im Flur lagern.
- Türhänger oder Hänge-Organizer nutzen (z. B. an der Schranktür).
- Wirklich nur so viel Kleidung besitzen, wie du regelmäßig nutzt.
Gerade in kleinen Wohnungen ist weniger oft mehr. Du wirst merken: Mit einem schlanken Bestand lässt sich der Alltag oft leichter organisieren.
Nachhaltigkeit & Weitergeben: Was passiert nach dem Aussortieren?
Babykleidung ist oft kaum getragen, wenn sie schon wieder zu klein ist. Umso schöner, wenn sie noch ein zweites oder drittes Leben bekommt.
Ein paar Ideen, was du mit aussortierter Kleidung machen kannst:
- An Freunde oder Familie weitergeben
- In Secondhand-Läden oder auf Online-Plattformen verkaufen
- An soziale Einrichtungen spenden
- Aus besonders geliebten Teilen eine Erinnerungsdecke nähen lassen
Ich habe zum Beispiel aus einigen Lieblingsbodys eine Patchwork-Decke nähen lassen. Jedes Quadrat erzählt eine kleine Geschichte. So bleiben die Erinnerungen, ohne dass der Kleiderschrank überquillt.
So kannst du direkt loslegen – eine kleine Schritt-für-Schritt-Checkliste
Wenn du jetzt denkst: „Klingt alles gut, aber wo fange ich an?“ – hier eine kurze Checkliste, die du dir auch abspeichern kannst.
- Alles aus dem Schrank holen und grob nach Kategorien sortieren (Bodys, Hosen, Schlafanzüge …).
- Nach Größen sortieren: 50/56, 62/68, 74/80 usw.
- Überflüssiges aussortieren: Was ist doppelt, was gefällt dir nicht, was ist kaputt?
- Entscheiden, wie viel du pro Größe wirklich behalten willst.
- Ein System festlegen: Welche Schublade/Fach für welche Kategorie?
- Größen-Trenner und/oder Boxen einsetzen und beschriften.
- Aktuelle Größe nach vorne, „zu groß“ in eigene Box, „zu klein“ separat sammeln.
- Beim nächsten Wäsche-Einräumen das System direkt mitnutzen.
Du musst das nicht alles an einem Tag schaffen. Manchmal reicht es, mit einer Schublade anzufangen. Der Rest kommt nach und nach.
Mein persönliches Fazit
Ein Baby-Kleiderschrank muss nicht perfekt aussehen. Es geht nicht darum, dass alles Instagram-tauglich ist. Es geht darum, dass du im Alltag schnell findest, was du brauchst – und dass du dich beim Öffnen der Schranktür nicht gestresst fühlst.
Für mich haben vor allem drei Dinge den Unterschied gemacht:
- Größen-Trenner und klare Bereiche im Schrank
- Boxen für Kleinkram und „zu groß/zu klein“
- kleine, regelmäßige Aufräumroutinen statt großer Aktionen
Und falls du gerade mitten im Babychaos steckst: Du musst nicht alles perfekt im Griff haben. Schon ein bisschen mehr Struktur im Kleiderschrank kann den Alltag leichter machen. Und wenn an einem Tag doch alles durcheinander ist – dann ist das eben so. Es ist nur ein Schrank. Dein Baby ist wichtiger als jede Faltechnik.
Vielleicht nimmst du dir heute einfach eine Sache vor. Eine Schublade, eine Box, eine Größe. Der Rest kommt mit der Zeit. Versprochen.
Am übersichtlichsten ist es, wenn du in drei Bereiche denkst: „aktuelle Größe“, „zu groß“ und „zu klein“. Die aktuelle Größe liegt oder hängt immer vorne bzw. auf Augenhöhe. Die nächste Größe kommt direkt dahinter oder in eine eigene, gut sichtbare Box mit Beschriftung. Zu kleine Teile wandern sofort beim Anziehen oder Wäsche einräumen in eine „zu klein“-Box. So bleibt der Schrank automatisch aktuell, ohne dass du ständig alles neu sortieren musst.
Das hängt davon ab, wie oft du wäschst, aber als grobe Orientierung reichen pro Größe meist 8–10 Bodys, 5–7 Hosen, 5–7 Oberteile, 3–5 Strampler und 3–4 Schlafanzüge. Zwei Schlafsäcke pro Größe sind praktisch, damit immer einer gewaschen werden kann. Wenn du fast täglich wäschst, kannst du die Mengen reduzieren. Wichtig ist, dass der Schrank nicht überfüllt ist, sonst verlierst du schnell den Überblick.
Du brauchst keine teuren Spezialprodukte, aber irgendeine Form von Trennung hilft enorm. Für Kleiderstangen sind fertige Größen-Ringe sehr praktisch. In Schubladen reichen oft einfache Boxen, Schubladentrenner oder sogar Kartons mit selbst geschriebenen Etiketten. Wichtig ist nur, dass jede Größe ihren klaren Bereich hat und du auf einen Blick erkennst, was aktuell ist und was erst später passt.
Statt großer Aufräumaktionen helfen kleine Routinen. Beim Wäsche einräumen schaust du kurz, ob etwas offensichtlich zu klein ist, und legst es direkt in die „zu klein“-Box. Alle paar Wochen gehst du für 10–15 Minuten die Schubladen durch: Passt die aktuelle Größe noch? Muss etwas in „zu groß“ oder „zu klein“ wandern? Wenn dein System aus Größen-Trennern, Boxen und Beschriftungen einmal steht, kostet das kaum noch Zeit.
Sammle zu kleine Teile zunächst in einer eigenen Box im Kleiderschrank. Wenn sie voll ist, sortierst du: Ein paar Lieblingsteile kommen in eine Erinnerungsbox, gut erhaltene Kleidung kannst du für Geschwister aufbewahren, verkaufen, verschenken oder spenden. So bleibt der Baby-Kleiderschrank frei für die aktuelle Größe und du verhinderst, dass du ständig über zu kleine Bodys stolperst.





