
Geschrieben von: Julia M.
mehrfache Mama, Familienmensch und leidenschaftliche Schreiberin, steckt hinter vielen Artikeln auf mama-und-mehr.de. Nach der Geburt ihrer Kinder hat sie ihre Berufung darin gefunden, andere Eltern auf ihrer Reise durch Schwangerschaft, Babyzeit und Familienalltag zu begleiten. Mit einem offenen Ohr für die Sorgen junger Mütter, einem Blick fürs Praktische und ganz viel Herzblut teilt sie ihre Erfahrungen, Produkttipps und Ideen für einen liebevollen Familienalltag.
Feuchttücherwärmer fürs Baby klingen im ersten Moment ein bisschen nach Luxus, oder?
Ich weiß noch, wie ich das erste Mal davon gehört habe und dachte:
„Echt jetzt, noch ein Gerät mehr, das rumsteht und Strom frisst?“
Und dann kam der erste Winter mit meinem Baby.
Wickeln nachts, das Zimmer nur leicht beheizt, das Baby verschlafen und quakig.
Die Feuchttücher: eiskalt.
Und plötzlich klang die Idee gar nicht mehr so verrückt.
In diesem Artikel nehme ich dich mit durch das Thema Feuchttücherwärmer:
Was bringen sie wirklich?
Für wen lohnen sie sich?
Worauf solltest du bei der Auswahl achten?
Und ganz wichtig: Wie nutzt du sie sicher?
Ich teile meine persönlichen Erfahrungen, aber auch ganz nüchterne Fakten.
Am Ende kannst du für dich entscheiden:
„Ja, das passt zu uns“ – oder eben auch ganz entspannt „Nein, brauchen wir nicht“.
- KOMFORTABLE TEMPERATUR: Halten Sie das Wickeln angenehm mit unserem Feuchttuchwärmer, der die...
- INTEGRIERTES NACHTLICHT: Beleuchtet sanft nächtliche Wickelvorgänge und sorgt für Sichtbarkeit...
- GROSSES SICHTFENSTER: Zeigt Ihnen an, wann die Tücher zur Neige gehen, damit Sie nie unerwartet...
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Was ist ein Feuchttücherwärmer überhaupt?
Ein Feuchttücherwärmer ist im Grunde ein kleiner Behälter, der Feuchttücher aufwärmt und warm hält.
Du legst eine Packung oder einen Stapel Feuchttücher hinein.
Das Gerät erwärmt sie leicht – oft auf Körpertemperatur oder etwas darunter.
So fühlt sich das Tuch beim Wickeln nicht kalt an, sondern angenehm warm.
Die meisten Modelle funktionieren mit Strom und haben:
- einen Deckel mit Öffnung zum Herausziehen der Tücher
- eine Heizplatte oder Heizfläche
- manchmal eine Feuchtigkeitskammer, damit die Tücher nicht austrocknen
- teils eine Temperaturregelung oder zumindest eine Art Überhitzungsschutz
Es gibt auch Geräte, die eher wie ein kleiner Wasserbad-Wärmer funktionieren.
Die sind aber seltener.
Die typischen Feuchttücherwärmer arbeiten mit einer Art sanfter Flächenheizung.
Sind Feuchttücherwärmer sinnvoll – oder nur Luxus?
Die große Frage: Braucht man das wirklich?
Ich würde sagen: Es kommt drauf an.
Es gibt Situationen, in denen ein Feuchttücherwärmer wirklich angenehm ist.
Und andere, in denen er einfach unnötig im Weg steht.
Wann ein Feuchttücherwärmer sinnvoll sein kann
Ein Feuchttücherwärmer kann dir das Leben erleichtern, wenn:
- dein Baby sehr empfindlich auf Kälte reagiert
Manche Babys schreien beim Wickeln nicht wegen der Windel, sondern wegen der kalten Tücher.
Gerade Neugeborene oder sehr sensible Kinder. - ihr in einem eher kühlen Schlafzimmer oder Haus wohnt
Im Winter oder in Altbauwohnungen sind Feuchttücher schnell richtig kalt.
Da fühlt sich jedes Wischen wie ein kleiner Kälteschock an. - du nachts im Halbschlaf wickelst
Wenn das Baby sowieso schon halb wach ist, kann ein warmes Tuch helfen, es nicht komplett aufzuschrecken. - ihr viel mit Feuchttüchern wickelt
Wenn du bei fast jedem Wickeln Feuchttücher nutzt, ist der Wärmer auch häufiger im Einsatz.
Dann lohnt sich das Gerät eher.
Wann du wahrscheinlich gut ohne auskommst
Genauso ehrlich: Es gibt viele Familien, die keinen Feuchttücherwärmer brauchen.
Zum Beispiel, wenn:
- du meistens mit Wasser und Waschlappen wickelst
Dann kannst du das Wasser einfach lauwarm machen.
Gerade bei Neugeborenen machen das viele Eltern so. - ihr eine gut beheizte Wohnung habt
Wenn die Feuchttücher sowieso nicht eiskalt sind, ist der Unterschied weniger groß. - du wenig Platz auf der Wickelkommode hast
Feuchttücherwärmer sind keine Riesen, aber sie nehmen schon etwas Platz weg. - du eher minimalistisch unterwegs bist
Wenn du bewusst auf zusätzliche Geräte verzichtest, ist das absolut okay.
Mein Fazit aus dem Alltag:
Ein Feuchttücherwärmer ist kein Muss.
Er ist ein „Nice to have“, das in bestimmten Situationen aber wirklich angenehm sein kann.
Vorteile eines Feuchttücherwärmers im Alltag
Schauen wir uns die Vorteile mal gesammelt an.
Also das, was mir und anderen Eltern im Alltag wirklich aufgefallen ist.
1. Sanftere Wickel-Momente
Warmes Tuch auf zarter Babyhaut – das fühlt sich einfach angenehmer an als ein kalter Lappen.
Viele Eltern berichten, dass ihre Babys beim Wickeln ruhiger bleiben, wenn die Tücher nicht kalt sind.
Gerade nachts kann das Gold wert sein.
2. Weniger „Kälteschock“ im Winter
Besonders im Winter oder in kühlen Räumen merkst du den Unterschied.
Die Feuchttücher werden sonst wirklich unangenehm kalt.
Ich habe es an mir selbst gemerkt:
Wenn ich ein Tuch kurz an die Hand gehalten habe, war das nicht schön.
Und die Babyhaut ist nun mal noch empfindlicher.
3. Praktisch, wenn du viel Feuchttücher nutzt
Wenn du sowieso bei jedem Wickeln Feuchttücher nimmst, musst du nicht jedes Mal überlegen, wie du sie warm bekommst.
Sie sind einfach fertig vorbereitet.
Das ist besonders praktisch, wenn du mehrere Kinder hast und eh schon tausend Dinge gleichzeitig im Kopf jonglierst.
4. Konstante Temperatur
Im Gegensatz zu kurz mit warmem Wasser angefeuchteten Tüchern bleibt die Temperatur beim Wärmer konstanter.
Du musst nicht jedes Mal neu warmes Wasser holen.
Das ist vor allem nachts oder unterwegs (z.B. im Ferienhaus) angenehm.
Nachteile und Kritikpunkte – was du wissen solltest
Natürlich hat ein Feuchttücherwärmer nicht nur Sonnenseiten.
Es gibt ein paar Punkte, die du vor dem Kauf kennen solltest.
1. Stromverbrauch und ein weiteres Gerät
Der Wärmer hängt meist dauerhaft an der Steckdose.
Der Verbrauch ist zwar nicht riesig, aber eben auch nicht null.
Und: Es ist wieder ein Gerät mehr, das Platz braucht, geputzt werden will und irgendwann entsorgt werden muss.
Wenn du auf Minimalismus achtest, kann das ein echter Minuspunkt sein.
2. Gefahr von Austrocknung der Tücher
Wenn der Wärmer nicht gut konstruiert ist oder du ihn nicht richtig nutzt, können die Feuchttücher austrocknen.
Das passiert zum Beispiel, wenn:
- der Deckel nicht gut schließt
- du zu lange denselben Stapel Tücher drin lässt
- keine Feuchtigkeitskammer vorhanden ist
Dann hast du zwar warme, aber halbtrockene Tücher – und das nervt einfach nur.
3. Hygiene und Bakterien
Wärme und Feuchtigkeit sind ein perfekter Ort für Bakterien.
Darum ist Hygiene bei Feuchttücherwärmern super wichtig.
Wenn du das Gerät selten reinigst oder die Tücher ewig drin liegen, kann sich da theoretisch einiges ansammeln.
Das ist nichts, was man gerne an zarte Babyhaut lässt.
4. Eingeschränkte Mobilität
Ein Feuchttücherwärmer ist ein stationäres Gerät.
Unterwegs brauchst du trotzdem normale Feuchttücher.
Du gewöhnst dein Baby also nicht komplett an warme Tücher.
Früher oder später kommt der Moment, in dem es auch mal mit „normalen“ Tüchern klarkommen muss.
Wichtige Sicherheitsaspekte bei Feuchttücherwärmern
Sicherheit geht bei Babyprodukten immer vor.
Bei einem Gerät mit Strom und Wärme erst recht.
Hier ein paar Punkte, auf die du unbedingt achten solltest.
1. Temperatur: nicht zu heiß!
Feuchttücherwärmer sollen die Tücher nur leicht anwärmen, nicht heiß machen.
Achte darauf, dass:
- der Hersteller eine maximale Temperatur angibt
- die Tücher sich angenehm warm anfühlen, nicht heiß
- du das Tuch einmal kurz mit der eigenen Hand testest, bevor du es an die Babyhaut lässt
Wenn sich das Tuch unangenehm heiß anfühlt, stimmt etwas nicht.
Dann das Gerät lieber ausschalten und prüfen.
2. Überhitzungsschutz und Qualität
Achte bei der Auswahl auf:
- Überhitzungsschutz (oft in der Produktbeschreibung erwähnt)
- eine CE-Kennzeichnung und möglichst bekannte Marken
- gute Kundenbewertungen, gerade zu Sicherheit und Verarbeitung
Billig-Geräte ohne erkennbare Prüfzeichen würde ich persönlich nicht an die Wickelkommode stellen.
3. Stellplatz und Kabel
Stell den Feuchttücherwärmer so hin, dass:
- er stabil steht und nicht leicht herunterfallen kann
- das Kabel nicht im Weg ist oder zur Stolperfalle wird
- kein Wasser direkt daneben steht, das umkippen könnte
Gerade wenn du ältere Geschwisterkinder hast, die neugierig sind, lohnt sich ein sicherer Platz noch mehr.
4. Hygiene: regelmäßig reinigen
Damit sich keine Keime wohlfühlen, solltest du den Wärmer regelmäßig reinigen.
Das heißt konkret:
- Gerät ausschalten und vom Strom trennen
- Innenraum mit einem weichen Tuch und etwas mildem Reiniger auswischen
- gut trocknen lassen, bevor du neue Tücher einlegst
Wie oft du das machst, hängt davon ab, wie intensiv du ihn nutzt.
Ich persönlich würde mindestens einmal pro Woche gründlich reinigen.
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Welche Arten von Feuchttücherwärmern gibt es?
Feuchttücherwärmer ist nicht gleich Feuchttücherwärmer.
Es gibt unterschiedliche Arten, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.
1. Klassische elektrische Feuchttücherwärmer
Das sind die Geräte, die du am häufigsten findest.
Typische Eigenschaften:
- werden an die Steckdose angeschlossen
- wärmen einen ganzen Stapel Feuchttücher
- haben einen Deckel mit Öffnung zum Herausziehen
- manchmal mit Feuchtigkeitsreservoir
Sie sind praktisch, wenn du einen festen Wickelplatz hast und dort immer die gleichen Tücher nutzt.
2. Feuchttücherwärmer mit Feuchtigkeitskammer
Manche Modelle haben einen kleinen Behälter, in den du Wasser füllen kannst.
Dadurch bleiben die Tücher länger feucht und trocknen nicht so schnell aus.
Das ist besonders sinnvoll, wenn du die Tücher länger im Gerät lassen möchtest.
Aber: Du solltest das Wasser regelmäßig wechseln, damit es nicht „kippt“.
3. Mobile oder USB-betriebene Wärmer
Es gibt auch mobile Varianten, die du per USB anschließen kannst.
Die sind eher wie eine wärmende Hülle für eine kleine Feuchttücher-Packung.
Sie sind praktisch:
- für unterwegs
- im Auto
- im Urlaub
Sie werden meist nicht so warm wie stationäre Geräte, aber für unterwegs können sie trotzdem angenehm sein.
4. Alternativen ohne Gerät
Streng genommen kein Feuchttücherwärmer, aber eine gute Alternative:
- Feuchttücher kurz in der Hand anwärmen
- mit warmem Wasser und Waschlappen wickeln
- Feuchttücher in einer kleinen Schale mit warmem Wasser leicht anfeuchten (wenn sie ohne Lotion sind)
Das braucht kein extra Gerät, ist aber natürlich etwas aufwendiger.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Wenn du dich für einen Feuchttücherwärmer interessierst, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Nicht jedes Modell passt zu jedem Alltag.
1. Kompatibilität mit deinen Feuchttüchern
Sehr wichtig: Passen deine bevorzugten Feuchttücher überhaupt in das Gerät?
Es gibt Unterschiede bei:
- Größe der Packung
- Art der Entnahme (über eine Öffnung, mit Clip, mit Folie)
- Marken (manche Geräte sind eher auf bestimmte Standardgrößen ausgelegt)
Schau in die Produktbeschreibung oder in Bewertungen.
Oft schreiben andere Eltern dazu, welche Marken gut passen.
2. Bedienung im Alltag
Ein Feuchttücherwärmer soll dir das Leben leichter machen.
Nicht komplizierter.
Achte darauf, dass:
- du die Tücher mit einer Hand entnehmen kannst
- der Deckel sich leicht öffnen und schließen lässt
- du nicht ständig etwas nachjustieren musst, damit die Tücher gut nachrutschen
Gerade mit einem strampelnden Baby auf dem Wickeltisch hast du selten zwei freie Hände.
3. Reinigung und Material
Schau dir an, wie leicht du das Gerät reinigen kannst.
Praktisch sind:
- glatte Oberflächen ohne viele Rillen
- ein herausnehmbarer Inneneinsatz
- eine verständliche Anleitung zur Reinigung
Materialien sollten robust und frei von Schadstoffen sein.
Viele Hersteller geben an, wenn das Plastik BPA-frei ist.
4. Temperatur und Sicherheit
Wenn möglich, wähle ein Modell mit:
- Temperaturregelung oder zumindest einer sinnvollen Voreinstellung
- Überhitzungsschutz
- guten Bewertungen zur Sicherheit
Ein zu heißes Gerät ist ein No-Go.
Du willst keine Verbrennungsgefahr, weder für dein Baby noch für dich.
5. Design und Größe
Es klingt oberflächlich, aber es spielt im Alltag eine Rolle:
Passt das Gerät auf deine Wickelkommode?
Stört es dich optisch?
Gerade wenn der Wickelplatz im Schlafzimmer ist, willst du vielleicht kein klobiges Plastikteil, das ständig ins Auge springt.
Wie nutzt man einen Feuchttücherwärmer richtig?
Wenn du dich für einen Feuchttücherwärmer entscheidest, hol das Beste aus ihm raus – und vermeide typische Fehler.
1. Nicht zu viele Tücher auf einmal einlegen
Leg lieber kleinere Mengen ein und fülle regelmäßig nach.
So verhinderst du, dass:
- die Tücher unten zu warm werden
- die Tücher zu lange drin liegen
- sie austrocknen
Viele Hersteller empfehlen, die Tücher innerhalb von ein paar Tagen zu verbrauchen, wenn sie im Wärmer liegen.
2. Gerät nicht dauerhaft laufen lassen (wenn nicht nötig)
Manche Eltern lassen den Wärmer durchgehend an.
Andere schalten ihn nur bei Bedarf ein.
Du kannst zum Beispiel:
- ihn abends einschalten, wenn die Nacht beginnt
- ihn tagsüber ausschalten, wenn du selten wickelst
So sparst du Strom und reduzierst die Zeit, in der die Tücher warm und feucht sind – also auch das Risiko für Keime.
3. Regelmäßig reinigen
Ich wiederhole mich hier bewusst: Hygiene ist wichtig.
Plane dir am besten einen festen Tag in der Woche ein, an dem du den Wärmer komplett leerst, reinigst und trocknen lässt.
4. Tücher vorher testen
Bevor du die Tücher an die Babyhaut lässt, teste sie kurz an deinem Handgelenk oder an der Innenseite deines Unterarms.
Fühlen sie sich nur angenehm warm an, ist alles gut.
Sind sie heiß, stimmt etwas nicht – dann Gerät ausschalten und prüfen.
Feuchttücherwärmer und sensible Babyhaut
Viele Eltern nutzen Feuchttücherwärmer, weil ihr Baby sehr empfindlich reagiert.
Gerade bei wundem Po ist man für alles dankbar, was das Wickeln angenehmer macht.
Ein paar Punkte sind dabei wichtig.
1. Warme Tücher ersetzen keine sanften Inhaltsstoffe
Auch wenn die Tücher warm sind:
Sie sollten trotzdem möglichst sanft formuliert sein.
Achte bei sensibler Haut auf:
- parfümfreie Tücher
- möglichst wenige Inhaltsstoffe
- geeignet für Neugeborene oder sensible Haut
Manchmal ist die Reaktion auf die Lotion im Tuch stärker als auf die Temperatur.
2. Bei wundem Po: manchmal lieber Wasser
Wenn der Po sehr wund ist, reagieren manche Babys auch auf Feuchttücherwärmer-Tücher noch empfindlich.
Dann kann es helfen, wieder auf warmes Wasser und weiche Waschlappen umzusteigen.
Du kannst natürlich auch beides kombinieren:
Tagsüber Feuchttücher, bei stark gereizter Haut lieber Wasser.
3. Beobachte dein Baby
Jedes Kind ist anders.
Manche lieben warme Tücher, andere ist es schlicht egal.
Schau einfach, wie dein Baby reagiert:
- Wird das Wickeln entspannter?
- Gibt es Rötungen, die vorher nicht da waren?
- Fühlt sich die Haut nach dem Wickeln gut an?
Wenn du unsicher bist, kannst du auch einmal mit der Kinderärztin oder der Hebamme darüber sprechen.
Feuchttücherwärmer: Erfahrungen aus dem Alltag
Vielleicht fragst du dich jetzt:
„Wie war das denn bei euch konkret?“
Bei meinem ersten Baby hatte ich keinen Feuchttücherwärmer.
Ich habe im Winter öfter geflucht, wenn die Tücher eiskalt waren, aber ich bin ohne klargekommen.
Beim zweiten Kind war ich neugieriger.
Ich wollte wissen, ob das wirklich so ein Gamechanger ist, wie manche behaupten.
Mein Eindruck:
- Nachts, im dunklen Schlafzimmer, war es wirklich angenehm.
- Mein Baby hat beim Wickeln weniger gezappelt und gequengelt.
- Tagsüber habe ich ihn oft gar nicht eingeschaltet.
- Manchmal habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich die Tücher kurz an meiner Hand genossen habe.
Aber: Es gab auch Momente, in denen er mich genervt hat.
- Wenn ich vergessen hatte, ihn rechtzeitig einzuschalten.
- Wenn ich ihn reinigen musste, während die To-do-Liste eh schon lang war.
- Wenn ich merkte, dass wieder ein Kabel mehr rumhängt.
Unterm Strich würde ich sagen:
Er ist kein Muss, aber ein nettes Extra.
Vor allem, wenn du ein Winterbaby hast oder sehr empfindliche Babyhaut.
Braucht man einen Feuchttücherwärmer wirklich?
Die ehrliche Antwort:
Nein, du brauchst ihn nicht zwingend.
Aber:
Er kann das Wickeln angenehmer machen.
Für dich und für dein Baby.
Wenn du:
- viel nachts wickelst
- ein Winterbaby hast
- eine eher kühle Wohnung hast
- ein sehr empfindliches Baby hast
… dann kann sich ein Feuchttücherwärmer lohnen.
Wenn du eher:
- mit Wasser und Waschlappen arbeitest
- kaum Feuchttücher nutzt
- auf zusätzliche Geräte verzichten möchtest
… dann kannst du ihn getrost weglassen.
Es gibt beim Thema Baby so viele Dinge, die man „haben könnte“.
Du musst nicht alles haben, nur weil es existiert.
Wichtiger ist, dass es zu euch, eurem Alltag und eurem Bauchgefühl passt.
Mein persönliches Fazit
Für mich ist der Feuchttücherwärmer so ein typisches „Kann man machen, muss man aber nicht“-Produkt.
Ich habe ihn in bestimmten Phasen wirklich geschätzt.
Vor allem nachts, wenn ich versucht habe, das Wickeln so ruhig und sanft wie möglich zu gestalten.
Aber ich könnte auch ohne leben.
Und das ist, glaube ich, die wichtigste Erkenntnis.
Wenn du Spaß an kleinen Komfort-Helfern hast, gern organisierst und es liebst, wenn alles seinen Platz hat, wird ein Feuchttücherwärmer wahrscheinlich gut in deinen Alltag passen.
Wenn du eher pragmatisch bist, mit warmem Wasser gut zurechtkommst und keine Lust auf ein weiteres Gerät hast, dann lass ihn einfach weg.
Dein Baby wird auch ohne glücklich groß.
Hör auf dein Bauchgefühl.
Und wenn du dir unsicher bist, kannst du auch erstmal ohne starten.
Zur Not kannst du immer noch später einen Wärmer dazuholen.
FAQ zu Feuchttücherwärmern
Ja, du kannst Feuchttücherwärmer auch bei Neugeborenen verwenden, solange du auf Sicherheit und Hygiene achtest. Die Tücher sollten nur angenehm warm, nicht heiß sein. Achte außerdem auf sehr milde, parfümfreie Feuchttücher oder nutze bei sehr empfindlicher Haut lieber warmes Wasser und Waschlappen. Wenn du unsicher bist, frag deine Hebamme oder Kinderärztin.
Ja, das kann passieren. Durch die Wärme verdunstet Wasser schneller. Um das zu vermeiden, solltest du nur so viele Tücher einlegen, wie du in ein paar Tagen verbrauchst, den Deckel immer gut schließen und – falls vorhanden – das Feuchtigkeitsreservoir mit Wasser füllen. Wenn die Tücher trocken wirken, ist es Zeit zu reinigen, neu zu befüllen oder die Menge zu reduzieren.
Am besten reinigst du den Feuchttücherwärmer mindestens einmal pro Woche gründlich. Schalte das Gerät aus, zieh den Stecker, entferne alle Tücher und wische den Innenraum mit einem feuchten Tuch und etwas mildem Reiniger aus. Lass alles gut trocknen, bevor du neue Tücher einlegst. So verringerst du das Risiko für Bakterien und Schimmel.
Grundsätzlich ja, aber nicht jede Packungsgröße und Verpackungsart passt in jedes Gerät. Schau dir die Herstellerangaben und Kundenbewertungen an, dort steht oft, welche Marken gut passen. Wichtig ist, dass du die Tücher leicht entnehmen kannst und sie nicht im Gerät verklemmen oder reißen.
Nicht unbedingt. Warmes Wasser und weiche Waschlappen sind sehr sanft zur Babyhaut und oft die beste Wahl bei Neugeborenen oder wundem Po. Ein Feuchttücherwärmer macht Feuchttücher nur angenehmer warm, ändert aber nichts an den Inhaltsstoffen. Am Ende ist es eine Frage deines Alltags, deiner Vorlieben und der Haut deines Babys, was besser zu euch passt.







