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Inlineskates für Kinder: Die richtige Größe, Schutzset & sicheres Bremsen lernen

Julia M.

Geschrieben von: Julia M.

mehrfache Mama, Familienmensch und leidenschaftliche Schreiberin, steckt hinter vielen Artikeln auf mama-und-mehr.de. Nach der Geburt ihrer Kinder hat sie ihre Berufung darin gefunden, andere Eltern auf ihrer Reise durch Schwangerschaft, Babyzeit und Familienalltag zu begleiten. Mit einem offenen Ohr für die Sorgen junger Mütter, einem Blick fürs Praktische und ganz viel Herzblut teilt sie ihre Erfahrungen, Produkttipps und Ideen für einen liebevollen Familienalltag.

Ich weiß noch genau, wie mein Sohn das erste Mal auf Inlineskates stand. Die Knie haben gezittert, die Augen haben gestrahlt – und ich hatte gleichzeitig Herzklopfen und Gänsehaut. Vielleicht stehst du gerade an genau diesem Punkt: Dein Kind möchte Inlineskates, und du fragst dich, welche Größe, welches Schutzset und wie das mit dem Bremsen überhaupt klappt.

In diesem Artikel nehme ich dich Schritt für Schritt mit. Wir schauen uns an, wie du die richtige Größe findest, worauf du beim Schutzset achten solltest und wie du deinem Kind das Bremsen wirklich sicher beibringst. Mit vielen persönlichen Erfahrungen, kleinen Stolperfallen und ehrlichen Tipps aus dem Mama-Alltag.

Mach dir gern einen Tee, lehn dich kurz zurück – und lass uns gemeinsam in die Welt der Kinder-Inlineskates eintauchen.

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Ab wann sind Inlineskates für Kinder sinnvoll?

Die erste Frage, die mir andere Eltern oft stellen: „Ab welchem Alter können Kinder Inlineskates fahren?“ Die Antwort ist nicht nur eine Zahl. Es geht eher um die Entwicklung deines Kindes.

Viele Kinder starten ungefähr zwischen 4 und 6 Jahren. Manche früher, manche später. Wichtig ist vor allem:

  • Dein Kind kann sicher laufen und rennen.
  • Es kann sein Gleichgewicht ganz gut halten.
  • Es hat Lust, etwas Neues zu lernen (und nicht nur, weil andere Kinder es machen).

Mein Sohn war knapp 5, als wir begonnen haben. Er war motorisch fit, aber eher vorsichtig. Das war am Anfang gar nicht schlecht. Lieber ein Kind, das langsam startet, als eines, das direkt wie ein kleiner Wirbelwind losrast.

Die richtige Größe bei Inlineskates für Kinder

Die passende Größe ist wirklich das A und O. Zu große oder zu kleine Inlineskates machen keinen Spaß – und können sogar gefährlich werden. Dein Kind kippt schneller weg, rutscht im Schuh hin und her oder bekommt Druckstellen.

Die gute Nachricht: Viele Kinder-Inlineskates sind heute größenverstellbar. Das heißt, du kannst sie meist über 3–4 Schuhgrößen hinweg anpassen. Zum Beispiel von Größe 30–33 oder 34–37. Das ist super praktisch, weil Kinderfüße ja gefühlt über Nacht wachsen.

So misst du die Fußlänge deines Kindes richtig

Bevor du Inlineskates kaufst, lohnt sich ein kurzer „Fuß-Check“:

  1. Lass dein Kind mit Socken auf ein Blatt Papier stellen.
  2. Die Ferse liegt an einer Wand an.
  3. Markiere vorne die Spitze des längsten Zehs.
  4. Miss den Abstand von Wand bis zur Markierung in Zentimetern.

Vergleiche diese Zentimeterangabe dann mit der Größentabelle des Herstellers. Viele Shops geben die Innenlänge der Inlineskates an – das ist super hilfreich.

Wie viel „Luft“ darf im Inlineskate sein?

Du kennst es vom Schuhkauf: Ein bisschen Platz ist gut, zu viel Platz ist schlecht. Bei Inlineskates gilt:

  • Etwa 0,5–1 cm Platz nach vorne ist ideal.
  • Der Fuß sollte im Schuh nicht nach vorne rutschen.
  • Die Ferse muss gut im Fersenbereich sitzen und darf nicht hochrutschen.

Wenn dein Kind im stehenden Zustand im Inlineskate leicht nach vorne rutscht und die Zehen vorne anstoßen, ist der Schuh zu klein. Wenn dein Kind hin- und herwackelt und du den Fuß fast „verschieben“ kannst, ist er zu groß.

Verstellbare Inlineskates: Praktisch für wachsende Kinderfüße

Ich persönlich würde für Kinder fast immer verstellbare Inlineskates empfehlen. Wir hatten ein Modell, das vier Größen abgedeckt hat. Das hat uns mehrere Saisons gerettet und war am Ende auch fürs Geschwisterkind ideal.

Beim Verstellen gibt es meist einen kleinen Knopf oder Hebel an der Seite oder Sohle. Du ziehst den Schuh dann einfach auf die gewünschte Größe. Achte darauf, dass:

  • Die Mechanik stabil wirkt.
  • Der Schuh in jeder Größe fest einrastet.
  • Nichts klappert oder wackelt.

Pro-Tipp aus unserer Erfahrung: Stell die Inlineskates nicht direkt auf die größte mögliche Größe, nur weil „da noch Luft nach oben ist“. Passe sie wirklich an die aktuelle Fußlänge an. Dein Kind steht damit viel stabiler.

Hartschale oder Softboot – was ist besser für Kinder?

Beim Stöbern wirst du auf zwei Arten von Inlineskates stoßen: Modelle mit Hartschale und sogenannte Softboots.

Hartschalen-Inlineskates:

  • Außen harte Kunststoffschale
  • Innen weicher Innenschuh
  • Geben viel Halt, vor allem am Knöchel
  • Oft etwas schwerer

Softboot-Inlineskates:

  • Weicher Schaft mit Verstärkungen
  • Wirken bequemer und leichter
  • Mehr „Schuh-Gefühl“
  • Manchmal etwas weniger stabil am Knöchel

Für Anfänger-Kinder finde ich Hartschalen-Modelle oft sinnvoller, weil sie den Knöchel gut führen. Gerade, wenn dein Kind noch wackelig ist oder wenig Erfahrung mit Rollen (Roller, Laufrad, etc.) hat.

Wenn dein Kind schon sicher auf Skates oder Schlittschuhen steht, kann auch ein Softboot-Modell super sein. Hör da auch ein bisschen auf dein Bauchgefühl und schaut euch die Modelle in Ruhe an – am besten im Laden, wenn das möglich ist.

So sollte der Inlineskate am Fuß sitzen

Wenn ihr die passenden Inlineskates gefunden habt, kommt der Anprobier-Moment. Nimm dir dafür echt ein bisschen Zeit. Es lohnt sich.

Achte beim Anziehen auf diese Punkte:

  • Die Ferse sitzt ganz hinten im Schuh.
  • Die Zunge liegt glatt an und ist nicht verdreht.
  • Die Schnürung (falls vorhanden) ist von unten nach oben gleichmäßig fest.
  • Klettverschluss und Schnalle sitzen straff, aber schneiden nicht ein.

Dein Kind sollte sich im Stand sicher fühlen. Lass es ein bisschen hin- und herrollen (an der Hand) und frage, ob irgendetwas drückt oder weh tut. Kinder können das oft erstaunlich gut beschreiben – wenn man ihnen Zeit lässt.

Ohne Schutzset geht gar nichts

Ich sage es ganz ehrlich: Ohne Schutzset würde ich mein Kind nicht auf Inlineskates lassen. Kinder fallen. Immer. Auch die vorsichtigen. Und das ist völlig normal.

Ein gutes Schutzset besteht aus:

  • Helm
  • Handgelenkschonern
  • Knie- und Ellbogenschonern

Gerade die Handgelenke sind beim Inlineskaten sehr gefährdet. Kinder stützen sich reflexartig mit den Händen ab. Einmal blöd gefallen, und schon ist das Handgelenk verstaucht oder schlimmer. Das muss wirklich nicht sein.

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Der richtige Helm für kleine Skater

Beim Helm kannst du grundsätzlich einen guten Fahrradhelm oder einen Skatehelm nutzen. Ich persönlich mag Skatehelme ganz gern, weil sie den Hinterkopf oft besser abdecken.

Worauf du achten solltest:

  • Der Helm hat ein CE-Zeichen und eine DIN/EN-Norm (z.B. EN 1078).
  • Er sitzt waagerecht auf dem Kopf, nicht zu weit im Nacken.
  • Zwischen Stirn und Helm passen etwa zwei Finger.
  • Der Kinnriemen liegt eng an, aber nicht unangenehm.

Lass dein Kind den Helm mit aussuchen. Wenn es den Helm mag, trägt es ihn später auch lieber. Wir hatten hier schon Diskussionen wegen Farben und Motiven – am Ende war ein „cooler“ Helm aber Gold wert.

Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner: Darauf kommt es an

Schoner-Sets für Kinder gibt es in allen möglichen Farben und Preisklassen. Wichtig ist nicht, dass sie perfekt zur Jacke passen, sondern dass sie gut sitzen.

Achte darauf, dass:

  • die Schoner nicht rutschen, wenn dein Kind das Bein beugt.
  • die Klettverschlüsse gut halten.
  • nichts einschneidet oder scheuert.
  • die Hartschalen stabil wirken.

Wenn dein Kind beim ersten Üben auf die Knie fällt und danach lachend wieder aufsteht, weißt du, dass sich die Investition gelohnt hat. Mein Sohn hat seine Schoner nach den ersten Stürzen fast „liebgewonnen“, weil er gemerkt hat, wie sehr sie ihn schützen.

Wo übt man am besten Inlineskaten mit Kindern?

Bevor wir über das Bremsen sprechen, kommt eine ganz praktische Frage: Wo übt ihr überhaupt? Der Ort macht einen riesigen Unterschied – für Sicherheit und Spaß.

Gut geeignet sind:

  • glatte Hofeinfahrten
  • ruhige Parkplätze (am besten am Wochenende oder nach Ladenschluss)
  • breite, glatte Gehwege ohne viel Fußverkehr
  • Skateplätze mit glattem Boden (wenn sie nicht überfüllt sind)

Weniger geeignet sind:

  • unebene Straßen mit vielen Rissen und Kanten
  • Wege mit grobem Kopfsteinpflaster
  • Bereiche mit starkem Gefälle
  • belebte Wege mit vielen Radfahrern

Für die ersten Versuche ist ein ganz leichtes Gefälle okay, aber wirklich nur minimal. Ein zu steiler Weg kann Kinder schnell überfordern und ihnen die Lust nehmen.

Die ersten Schritte auf Inlineskates

Wenn dein Kind das erste Mal auf Inlineskates steht, fühlt sich alles neu an. Das ist ein bisschen wie Laufen auf Eiern. Es hilft, die ersten Minuten wirklich langsam anzugehen.

So sind wir gestartet:

  1. Erst ein Skate anziehen, mit dem anderen Schuh auf dem Boden bleiben und ein Gefühl bekommen.
  2. Dann beide Skates anziehen und sich an einer Wand, einem Zaun oder an meiner Hand festhalten.
  3. Im Stand leicht in die Knie gehen und spüren, wie es ist, wenn die Rollen „wegrollen“ wollen.

Ich habe meinem Sohn immer wieder gesagt: „Leicht in die Knie, nicht nach hinten lehnen.“ Kinder neigen dazu, sich nach hinten zu werfen, wenn sie unsicher sind. Dann ist der Sturz vorprogrammiert. Eine leicht gebeugte Haltung gibt viel mehr Sicherheit.

Grundstellung und Körperhaltung

Bevor dein Kind richtig losfährt, ist die Grundstellung wichtig. Sie ist die Basis für alles, was danach kommt – auch fürs Bremsen.

Erkläre es deinem Kind in einfachen Bildern:

  • Füße etwa schulterbreit auseinander.
  • Leicht in die Knie gehen, als würde es sich auf einen unsichtbaren Stuhl setzen.
  • Oberkörper leicht nach vorne beugen.
  • Arme seitlich leicht angewinkelt, nicht steif am Körper.

Wir haben oft „Skifahrer-Haltung“ dazu gesagt. Das kannten viele Kinder schon aus Bilderbüchern oder vom Fernsehen. Wichtig: Mach die Haltung am besten selbst einmal vor. Kinder lernen unheimlich viel durchs Nachahmen.

Losfahren: Kleine Schritte statt großer Sprünge

Wenn die Grundhaltung sitzt, geht es ans Losfahren. Erwarte hier bitte keine Wunder. Manche Kinder rollen los, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Andere brauchen mehrere Tage, bis sie sich wirklich trauen.

Für den Start hat sich bei uns bewährt:

  • Nur ganz kleine Schritte machen.
  • Ein Fuß leicht nach außen stellen und sich mit dem anderen abstoßen.
  • Zwischendurch immer wieder beide Füße parallel stellen und kurz „mitrollen“.

Am Anfang habe ich meinen Sohn an beiden Händen gehalten. Später nur noch an einer. Und irgendwann bin ich nur noch nebenher gelaufen. Ein bisschen so wie beim Fahrradfahren lernen – du spürst irgendwann, wann du loslassen kannst.

Warum das Bremsen von Anfang an wichtig ist

Viele Kinder wollen erst fahren und später bremsen lernen. Verständlich – bremsen klingt nicht so spannend wie „schnell sein“. Aber beim Inlineskaten ist es wie beim Fahrradfahren: Ohne Bremsen geht es nicht.

Ich habe mit meinem Sohn eine klare Regel eingeführt: „Wir üben nur so schnell fahren, wie wir auch bremsen können.“ Das hat ihm geholfen zu verstehen, warum wir so viel Zeit ins Bremsen stecken.

Und ganz ehrlich: Für uns Eltern fühlt es sich auch besser an, wenn wir wissen, dass unser Kind im Notfall wirklich anhalten kann.

Die Fersenbremse: Der Klassiker für Kinder-Inlineskates

Die meisten Kinder-Inlineskates haben hinten an einem Skate eine Fersenbremse. Meist am rechten Schuh, manchmal kann man sie aber auch umbauen.

So erklärst du deinem Kind die Fersenbremse:

  1. Das „Bremsbein“ (meist das stärkere Bein) kommt nach vorne.
  2. Das andere Bein bleibt leicht hinten.
  3. Das vordere Bein wird langsam nach vorne gestreckt.
  4. Die Fußspitze des vorderen Beins zeigt nach oben, sodass die Ferse mit der Bremse nach unten drückt.
  5. Gleichzeitig bleibt der Oberkörper leicht nach vorne geneigt.

Am Anfang kannst du dein Kind an der Hand halten und gemeinsam bremsen. Rollt nur ganz langsam und probiert es immer wieder. Wichtig ist, dass dein Kind merkt: „Wenn ich den Fuß so kippe, werde ich langsamer.“

Typische Fehler beim Bremsen lernen

Beim Bremsen tauchen bei Kindern immer wieder ähnliche Fehler auf. Vielleicht erkennst du den einen oder anderen bei deinem Kind wieder:

  • Nach hinten lehnen: Kinder haben Angst, nach vorn zu fallen, und lehnen sich automatisch nach hinten. Dadurch verlieren sie das Gleichgewicht.
  • Zu abrupt bremsen: Die Bremse wird zu schnell und zu stark belastet. Das Kind erschrickt und stürzt.
  • Falsches Bein nach vorne: Manchmal wählen Kinder zuerst das unsichere Bein als Bremsbein. Dann fühlen sie sich insgesamt wackeliger.

Hilf deinem Kind, indem du immer wieder ruhig erklärst und vormachst. Und ganz wichtig: Lobe jeden kleinen Fortschritt. Auch wenn es nur ein „Mini-Bremsen“ ist.

Bremsen üben – spielerisch und ohne Druck

Bremsen lernen muss nicht trocken und langweilig sein. Kinder lernen am besten im Spiel. Wir haben uns kleine Übungen ausgedacht:

  • Brems-Linie: Zeichne mit Kreide eine Linie auf den Boden. Dein Kind rollt langsam an und soll versuchen, möglichst nah an der Linie anzuhalten.
  • Stoppschild-Spiel: Du rufst „Grün“ (fahren) und „Rot“ (bremsen). Das macht Kindern oft richtig Spaß.
  • Brems-Wettbewerb: Wer schafft es, auf dem kürzesten Weg anzuhalten? (Nur, wenn mehrere Kinder oder Mama/Papa auch auf Skates stehen.)

Wichtig: Halte die Einheiten kurz. Lieber öfter mal 10–15 Minuten üben, als einmal eine Stunde, in der am Ende alle genervt sind.

Alternative Bremsmethoden für Fortgeschrittene

Für den Anfang reicht die Fersenbremse völlig aus. Später, wenn dein Kind sicher fährt, kannst du auch andere Bremsmethoden zeigen. Das ist aber eher etwas für größere Kinder.

Zum Beispiel:

  • Plow-Stop (Pflug-Bremse): Die Füße werden nach innen gedreht, wie beim Schneepflug beim Skifahren.
  • T-Stop: Ein Fuß rollt weiter, der andere wird quer dahinter gesetzt und schleift mit den Rollen über den Boden.

Diese Techniken erfordern aber mehr Kraft und Kontrolle. Für jüngere Kinder ist die Fersenbremse meist die sicherste und einfachste Methode.

Wie lange dauert es, bis Kinder sicher fahren können?

Die Frage höre ich oft – und leider gibt es darauf keine pauschale Antwort. Jedes Kind ist anders. Manche sind nach einem Nachmittag erstaunlich sicher unterwegs. Andere brauchen mehrere Wochen, bis sie sich wohlfühlen.

Wovon es abhängt:

  • Motorische Entwicklung
  • Mut und Risikobereitschaft
  • Erfahrung mit anderen Fahrgeräten (Roller, Fahrrad, Schlittschuhe)
  • Wie regelmäßig ihr übt

Versuch, nicht zu vergleichen. Weder mit anderen Kindern noch mit Geschwistern. Dein Kind hat sein eigenes Tempo – und das ist völlig okay.

Was tun bei Stürzen? So nimmst du deinem Kind die Angst

Stürze gehören zum Inlineskaten dazu. Sie sind kein Zeichen dafür, dass dein Kind „es nicht kann“. Im Gegenteil: Sie zeigen, dass dein Kind ausprobiert, Grenzen testet und dazulernt.

Wenn dein Kind fällt:

  • Bleib ruhig und gelassen (auch wenn du innerlich kurz zusammenzuckst).
  • Frag erst: „Tut dir was weh?“ statt direkt zu dramatisieren.
  • Schau kurz nach, ob wirklich alles okay ist.
  • Wenn nichts Schlimmes passiert ist: gemeinsam aufstehen, kurz ausschütteln, weiter geht’s.

Mein Sohn war anfangs sehr sensibel bei Stürzen. Wir haben dann eine kleine „Mut-Skala“ eingeführt. Nach jedem Sturz haben wir geschaut: „Wie mutig warst du von 1 bis 10?“ Das hat ihm geholfen, den Fokus weg vom Schmerz und hin zu seinem Mut zu lenken.

Praktische Tipps aus unserem Mama-Alltag

Zum Schluss noch ein paar Dinge, die ich gern früher gewusst hätte:

  • Dicke Socken vermeiden: Sie machen den Schuh nicht „besser passend“, sondern oft nur rutschiger und schwitziger.
  • Regelmäßig Schrauben checken: Rollen und Bremse können sich lockern. Ein kurzer Check vor jeder größeren Fahrt ist sinnvoll.
  • Bremse rechtzeitig austauschen: Wenn der Gummiblock stark abgenutzt ist, bremst er schlechter. Viele Hersteller bieten Ersatzbremsen an.
  • Skates nicht zu eng lagern: Lass sie nach dem Fahren gut trocknen, sonst riechen sie schnell unangenehm.

Und ganz wichtig: Plane genug Pausen ein. Kinder merken oft erst spät, dass sie müde werden. Und müde Kinder stürzen schneller.

Wie du dein Kind motivierst – ohne Druck

Nicht jedes Kind ist von Anfang an Feuer und Flamme. Manchmal kommt die Begeisterung erst mit der Zeit. Versuch, keinen Druck aufzubauen.

Was helfen kann:

  • Gemeinsam fahren (wenn du selbst Skates hast oder dir welche ausleihst).
  • Kleine Ziele setzen: „Heute üben wir nur das Bremsen.“
  • Lieblingsmusik anmachen und im Takt rollen.
  • Loben, loben, loben – aber ehrlich und konkret („Du bist heute viel sicherer in den Kurven gefahren“).

Wenn dein Kind wirklich gar keine Lust hat, ist es auch okay, das Thema kurz ruhen zu lassen. Vielleicht ist es in ein paar Monaten soweit. Manchmal brauchen Kinder einfach ihren eigenen Zeitpunkt.

Fazit: Inlineskaten mit Kindern – Spaß, Mut & ein bisschen Gummibremse

Inlineskaten kann für Kinder etwas Wunderschönes sein. Es stärkt das Gleichgewicht, das Körpergefühl und das Selbstvertrauen. Und ja, es kostet uns Eltern manchmal ein paar Nerven. Aber die leuchtenden Augen, wenn sie die ersten Meter alleine rollen – die sind unbezahlbar.

Wenn du diese drei Dinge im Blick behältst, bist du auf einem guten Weg:

  • die richtige Größe und ein gut sitzender Inlineskate
  • ein vollständiges Schutzset mit Helm und Schonern
  • früh und spielerisch das Bremsen üben

Und ansonsten: Vertraue deinem Bauchgefühl. Du kennst dein Kind am besten. Du spürst, wann du es ermutigen darfst, einen Schritt weiterzugehen – und wann eine Pause gut tut.

Vielleicht sitzt du bald am Rand eines glatten Weges, mit einem Kaffee in der Hand. Dein Kind rollt lachend an dir vorbei, bremst sicher und ruft: „Hast du das gesehen?“ Und du denkst dir: „Ja. Und ich war bei jedem Schritt dabei.“


FAQ: Häufige Fragen zu Inlineskates für Kinder

Ab welchem Alter können Kinder mit Inlineskates anfangen?

Viele Kinder starten zwischen 4 und 6 Jahren mit Inlineskates. Wichtiger als das genaue Alter ist aber, dass dein Kind sicher laufen kann, ein gutes Gleichgewicht hat und selbst Lust auf das Fahren hat. Wenn es motorisch noch sehr unsicher ist oder große Angst hat, warte lieber noch ein bisschen und probiert es später erneut.

Wie finde ich die richtige Größe für Kinder-Inlineskates?

Miss zuerst die Fußlänge deines Kindes in Zentimetern (Ferse an die Wand, Zehenspitze markieren, Abstand messen) und vergleiche den Wert mit der Größentabelle des Herstellers. Ideal ist, wenn im Inlineskate etwa 0,5–1 cm Platz nach vorne bleibt. Der Fuß sollte nicht im Schuh hin- und herrutschen, die Ferse muss stabil sitzen. Verstellbare Inlineskates sind für wachsende Kinderfüße besonders praktisch.

Welches Schutzset ist beim Inlineskaten für Kinder wirklich nötig?

Mindestens ein gut sitzender Helm und Handgelenkschoner sollten immer dabei sein. Optimal ist ein komplettes Schutzset aus Helm, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschonern. Gerade die Handgelenke sind beim Inlineskaten stark gefährdet, weil Kinder sich reflexartig mit den Händen abstützen. Achte darauf, dass alle Schoner gut sitzen, nicht rutschen und nicht einschneiden.

Wie bringe ich meinem Kind das Bremsen mit Inlineskates bei?

Die meisten Kinder-Inlineskates haben eine Fersenbremse. Erkläre deinem Kind, dass das „Bremsbein“ nach vorne kommt, das andere Bein leicht hinten bleibt und das vordere Bein langsam nach vorne gestreckt wird. Die Fußspitze zeigt nach oben, sodass die Fersenbremse nach unten drückt. Übt das zuerst im langsamen Tempo, gern an deiner Hand, und macht spielerische Übungen wie „Stoppschild“-Spiele oder Brems-Linien auf dem Boden.

Wie lange dauert es, bis Kinder sicher Inlineskaten können?

Das ist sehr unterschiedlich. Manche Kinder sind nach ein paar Übungstagen schon recht sicher, andere brauchen mehrere Wochen. Entscheidend sind motorische Fähigkeiten, Mut, Erfahrung mit anderen Fahrgeräten und wie regelmäßig ihr übt. Wichtig ist, keinen Druck zu machen, kleine Fortschritte zu loben und das Bremsen von Anfang an mit zu trainieren.

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