
Geschrieben von: Julia M.
mehrfache Mama, Familienmensch und leidenschaftliche Schreiberin, steckt hinter vielen Artikeln auf mama-und-mehr.de. Nach der Geburt ihrer Kinder hat sie ihre Berufung darin gefunden, andere Eltern auf ihrer Reise durch Schwangerschaft, Babyzeit und Familienalltag zu begleiten. Mit einem offenen Ohr für die Sorgen junger Mütter, einem Blick fürs Praktische und ganz viel Herzblut teilt sie ihre Erfahrungen, Produkttipps und Ideen für einen liebevollen Familienalltag.
Kaum können unsere Kleinen krabbeln oder sich hochziehen, wird plötzlich jeder Schrank spannend. Jede Schublade ein Abenteuer. Und wir Eltern? Rennen hinterher, halten Türen zu und denken: „Das kann doch nicht die Lösung sein.“
Spätestens wenn dein Kind das erste Mal mit einem Topfdeckel in der Hand fröhlich durch die Küche robbt oder die Putzmittelschublade entdeckt, merkst du: Jetzt brauche ich Schrank- und Schubladensicherungen. Aber welche? Und wie viele? Und wohin überhaupt?
In diesem Artikel nehme ich dich mit in unseren Alltag. Ich zeige dir, welche Sicherungen es gibt, was bei uns gut funktioniert (und was nicht) und wie du sie so montierst, dass sie dein Kind schützen – ohne dass du jedes Mal beim Öffnen verzweifelst.
- ★Umweltfreundliches Schubladensicherungen:: Frei von phthalaten, BPA, schwermetallen, sind sicher...
- ★Multifunktional Kindersicherung:: Die längenverstellbaren Kunststoffriemen können auf allen...
- ★Ohne Bohren:: Der bebilderten Gebrauchsanweisung ist in der packung enthalten, die...
- Unsichtbarer Schutz | Halten Sie Ihre Möbel makellos – das Magnetschloss bleibt unauffällig für...
- Einfach zu installieren | Die Schubladensicherung erfordert keine Schrauben oder Werkzeuge. Wird mit...
- Zuverlässige Befestigung | Für eine dauerhafte Nutzung und einfaches Entfernen ohne Rückstände...
Warum Schrank- und Schubladensicherungen so wichtig sind
Viele von uns unterschätzen am Anfang, wie schnell Kinder sind. Einmal umdrehen, kurz ans Handy gehen, die Spülmaschine ausräumen – und zack, steht das Kind vor der Küchenschublade mit den scharfen Messern.
Schrank- und Schubladensicherungen schützen nicht nur vor Unordnung. Sie schützen vor echten Gefahren:
- Scharfe Messer, Scheren, Reiben in Küchenschubladen
- Putzmittel, Spülmaschinentabs, Waschmittel im Putzmittelschrank
- Gläser, Porzellan, schwere Töpfe, die auf kleine Füße fallen können
- Medikamente im Badezimmerschrank
- Kleinteile wie Schrauben, Batterien, Kapseln, die Kinder verschlucken könnten
Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als unser Kind zum ersten Mal eine Schublade komplett aufgezogen hat. Ich stand daneben und war trotzdem zu langsam. Zum Glück war nur Tupperware drin. Aber mir wurde klar: Das hier war reines Glück.
Seitdem denke ich beim Thema Kindersicherheit nicht mehr: „Ach, wird schon gutgehen“, sondern eher: „Wie kann ich die Situation so entschärfen, dass auch ein kurzer unaufmerksamer Moment nicht gleich gefährlich wird?“
Welche Schränke und Schubladen du wirklich sichern solltest
Du musst nicht deine komplette Wohnung verrammeln. Und ja, Kinder sollen auch entdecken und ausprobieren dürfen. Aber es gibt Bereiche, die einfach immer gesichert sein sollten.
Diese Schränke und Schubladen sind bei uns „Pflichtprogramm“:
- Putzmittelschrank (Küche oder Bad)
- Schublade mit Messern und scharfen Küchenutensilien
- Schrank mit Glas, Porzellan oder schweren Töpfen
- Apothekerschrank / Medikamentenschrank
- Schubladen mit Kleinteilen (Batterien, Werkzeug, Kabel, etc.)
Optional – aber sehr sinnvoll, je nach Kind und Wohnsituation:
- Schränke mit wichtigen Papieren (sonst hast du bald sehr kreative „Kunstwerke“ auf deinen Dokumenten)
- Kommoden im Flur oder Wohnzimmer, die leicht umkippen könnten, wenn Kinder sich daran hochziehen
- Schubladen mit Schmuck, Kosmetik, Nagellack (fragt nicht, warum ich das extra erwähne …)
Mein Tipp: Geh einmal auf Kniehöhe durch eure Wohnung und schau aus Kinderperspektive. Was sieht spannend aus? Wo sind Griffe in Reichweite? Wo könnte dein Kind rankommen, wenn es sich nur ein bisschen streckt? Genau dort solltest du anfangen.
Die wichtigsten Arten von Schrank- und Schubladensicherungen im Überblick
Der Markt ist riesig. Und ehrlich gesagt war ich am Anfang ziemlich erschlagen. Klebesicherungen, Magnetsicherungen, Schlaufen, Riegel, innenliegende Sicherungen …
Damit du nicht wie ich drei verschiedene Systeme ausprobierst, bevor du das richtige findest, stelle ich dir die gängigsten Arten kurz vor – mit ihren Vor- und Nachteilen aus unserer ganz persönlichen Praxis.
1. Klassische Innen-Sicherungen (Kunststoffriegel)
Das sind die typischen weißen Kunststoffhalter, die du innen im Schrank oder in der Schublade montierst. Beim Öffnen blockiert ein kleiner Haken. Du musst die Tür oder Schublade ein Stück anziehen und dann mit dem Finger den Haken runterdrücken.
Vorteile:
- Von außen kaum sichtbar
- Relativ günstig
- Gut für häufig genutzte Schränke (z.B. Töpfe)
Nachteile:
- Montage meist mit Schrauben (Löcher im Möbel)
- Manche Modelle etwas fummelig zu öffnen
- Für sehr schwere Schubladen manchmal zu schwach
Wir nutzen diese Sicherungen vor allem in der Küche bei Schränken, die wir oft öffnen, aber nicht jedes Mal komplett „entsichern“ wollen. Nach ein paar Tagen macht man die Bewegung automatisch.
2. Magnetsicherungen (unsichtbar & mit Schlüssel)
Magnetsicherungen gehören zu meinen Favoriten. Du klebst oder schraubst ein Schlosssystem innen in die Tür oder Schublade. Von außen siehst du nichts. Öffnen kannst du nur mit einem speziellen Magnetschlüssel, den du von außen an die richtige Stelle hältst.
Vorteile:
- Komplett unsichtbar von außen
- Sehr sicher – Kinder kommen kaum dran vorbei
- Kein Verheddern, kein Hängenbleiben
- Oft mit Klebepad montierbar (ohne Bohren)
Nachteile:
- Du brauchst den Magnetschlüssel – und musst ihn auch wiederfinden
- Etwas aufwendiger in der Erstausrichtung
- Nicht jede Küche/Möbelstärke ist geeignet (Angaben des Herstellers beachten)
Wir haben Magnetsicherungen an den „kritischsten“ Schränken: Putzmittel, Messer, Medikamente. Den Magnetschlüssel klebe ich mit einer Halterung weit oben an die Wand. So weiß ich, wo er ist, und die Kinder kommen nicht dran.
3. Außenliegende Riegel & Schlaufen
Diese Sicherungen befestigst du von außen an der Tür oder über zwei Griffe. Es gibt starre Riegel oder flexible Schlaufen, die du durch die Griffe ziehst und dann feststellst.
Vorteile:
- Sehr schnell montiert (meist kleben oder einhängen)
- Ideal für Schränke mit Doppeltüren oder Kühlschrank
- Gut für Mietwohnungen, wenn du nichts bohren möchtest
Nachteile:
- Von außen sichtbar
- Manche Kinder sehen sie als „Spielzeug“
- Je nach Modell können Erwachsene sie auch nervig finden
Wir nutzen außenliegende Sicherungen vor allem an Schränken, die die Kinder eigentlich gar nicht interessant finden müssten, die aber trotzdem gefährlich sind. Zum Beispiel der Putzmittelschrank oder der Schrank mit Gläsern. Da ist mir die Optik ehrlich gesagt egal – Hauptsache sicher.
4. Schubladensicherungen mit Auszugsstopp
Diese Sicherungen verhindern, dass dein Kind die Schublade komplett herauszieht. Meist sind das kleine Riegel oder Stopper, die du an der Seite oder hinten montierst.
Wichtig: Sie ersetzen keine richtige Kindersicherung, wenn in der Schublade gefährliche Dinge sind. Aber sie verhindern, dass die ganze Schublade mit Inhalt auf den Boden kracht oder auf kleine Füße fällt.
Wir haben solche Stopper vor allem in den Kinderzimmer-Kommoden und im Wohnzimmer. Dort sind eher Klamotten, Bücher oder Spielzeug drin – also nichts wirklich Gefährliches, aber die Schubladen sind schwer.
5. Spezielle Lösungen für Eckschränke & Apothekerschränke
Eckschränke und Apothekerschränke in der Küche sind eine kleine Wissenschaft für sich. Normale Innenriegel passen oft nicht gut. Hier gibt es spezielle Systeme, die direkt an der Mechanik ansetzen oder den Auszug begrenzen.
Mein Tipp: Schau dir bei diesen Schränken ganz genau die Herstellerhinweise der Sicherungen an. Oft steht dabei, für welchen Auszugstyp sie passen. Und wenn du unsicher bist, lies dir einmal ein paar Rezensionen von Eltern durch, die ähnliche Küchen haben.
- ★Umweltfreundliches Schubladensicherungen:: Frei von phthalaten, BPA, schwermetallen, sind sicher...
- ★Multifunktional Kindersicherung:: Die längenverstellbaren Kunststoffriemen können auf allen...
- ★Ohne Bohren:: Der bebilderten Gebrauchsanweisung ist in der packung enthalten, die...
- Unsichtbarer Schutz | Halten Sie Ihre Möbel makellos – das Magnetschloss bleibt unauffällig für...
- Einfach zu installieren | Die Schubladensicherung erfordert keine Schrauben oder Werkzeuge. Wird mit...
- Zuverlässige Befestigung | Für eine dauerhafte Nutzung und einfaches Entfernen ohne Rückstände...
Material & Befestigung: Kleben oder Bohren?
Viele Eltern schrecken vor dem Bohren zurück. Verständlich – gerade bei einer neuen Küche oder teuren Möbeln. Zum Glück gibt es inzwischen sehr gute Klebesysteme. Aber auch hier lohnt sich ein genauer Blick.
Klebemontage
Vorteile:
- Keine Löcher in Möbeln
- Schnelle Montage
- Ideal für Mietwohnungen
Nachteile:
- Hält nur gut, wenn die Oberfläche sauber und glatt ist
- Bei sehr schweren Schubladen kann sich der Kleber lösen
- Rückstände beim Entfernen möglich (je nach Kleber)
Wenn du klebst, dann unbedingt:
- Oberfläche gründlich entfetten (z.B. mit Alkohol oder Glasreiniger)
- Die Klebefläche nicht mehr mit den Fingern berühren
- Die Sicherung nach dem Anbringen mindestens 24 Stunden ruhen lassen, bevor du sie belastest
Ich weiß, man will alles am liebsten sofort testen. Aber hier lohnt sich Geduld wirklich, damit die Sicherung später gut hält.
Schraubmontage
Vorteile:
- Sehr stabil und dauerhaft
- Ideal für schwere Schubladen oder häufig genutzte Schränke
- Weniger anfällig für Feuchtigkeit oder Hitze
Nachteile:
- Du hast danach kleine Löcher im Möbel
- Etwas aufwendiger in der Montage
Wir haben eine Mischung aus beiden Varianten. An unseren wichtigsten Sicherheitspunkten (Putzmittel, Messer) habe ich mich fürs Schrauben entschieden. An weniger kritischen Stellen oder Möbeln, die wir später vielleicht anders nutzen wollen, kleben wir.
So findest du die passenden Sicherungen für eure Möbel
Bevor du wild Sicherungen bestellst, lohnt sich ein kurzer Rundgang mit Maßband. Klingt spießig, spart aber Nerven.
Darauf solltest du achten:
- Stärke der Schranktüren/Schubladenfronten (wichtig für Magnetsicherungen)
- Art der Griffe (Knöpfe, Bügelgriffe, gar keine?) – wichtig für außenliegende Schlaufen
- Material (Holz, MDF, Hochglanz, Glas) – wichtig für Klebehaftung
- Öffnungsrichtung (nach links, rechts, oben, Auszug)
- Wie oft nutzt ihr den Schrank am Tag? (je öfter, desto bedienfreundlicher sollte die Sicherung sein)
Ich habe mir damals einfach eine kleine Liste gemacht: Raum für Raum, welche Schränke wir sichern wollen und welche Art Sicherung dafür in Frage kommt. Danach habe ich gezielt bestellt – statt zehn verschiedene Sorten zu testen.
Schrank- und Schubladensicherungen richtig montieren: Schritt für Schritt
Die Montage klingt oft komplizierter, als sie ist. Ich gehe hier einmal die häufigsten Sicherungstypen kurz durch und beschreibe dir, wie ich sie bei uns angebracht habe.
Innenliegende Riegelsicherungen montieren
- Tür öffnen und überlegen, auf welcher Seite der Riegel am meisten Sinn ergibt (meist gegenüber der Scharnierseite).
- Die Position so wählen, dass du später mit dem Finger gut drankommst, wenn die Tür einen Spalt geöffnet ist.
- Riegelteil an der Innenseite des Schranks ausrichten und mit einem Bleistift markieren.
- Je nach Modell vorbohren (bei sehr harten Hölzern sinnvoll) und dann anschrauben.
- Gegenstück an der Tür so positionieren, dass der Haken sauber einrastet. Oft hilft es, die Tür einmal zu schließen und leicht zu drücken, um die Position zu finden.
Ich habe mir beim ersten Schrank etwas Zeit gelassen und lieber einmal mehr probiert. Wenn der erste sitzt, gehen die anderen deutlich schneller.
Magnetsicherungen montieren
Viele Magnetsysteme kommen mit kleinen Schablonen oder Einstellhilfen. Nutze die wirklich – sie sparen dir viel Gefummel.
- Schrank oder Schublade reinigen und trocknen lassen.
- Magnet-Schloss innen an die gewünschte Stelle kleben oder schrauben.
- Den zugehörigen Gegenpart (oft ein kleiner Metallplättchen oder Mechanismus) in der Tür/Front befestigen.
- Mit dem Magnetschlüssel von außen testen, ob das Schloss sauber öffnet.
- Gegebenenfalls leicht nachjustieren.
Wichtig: Prüfe nach der Montage ein paar Mal hintereinander, ob sich die Tür immer gleich gut öffnen und schließen lässt. Wenn du jedes Mal „tricksen“ musst, nervt es dich im Alltag und du wirst die Sicherung irgendwann umgehen. Das ist nicht Sinn der Sache.
Außenliegende Schlaufen und Riegel anbringen
Hier ist die Montage meist selbsterklärend. Trotzdem ein paar Tipps aus der Praxis:
- Achte darauf, dass die Schlaufe fest genug sitzt, aber die Griffe nicht beschädigt.
- Wenn du klebst, reinige die Flächen gründlich und drücke den Kleber mindestens 30 Sekunden richtig fest an.
- Teste einmal kräftig, ob du die Sicherung mit normaler Erwachsenenkraft lösen kannst – aber dein Kind nicht mal eben „aus Versehen“.
Typische Fehler, die du vermeiden kannst
Ich habe beim Thema Kindersicherung einiges gelernt – oft durch „Ups“-Momente. Vielleicht erspare ich dir mit dieser Liste ein paar davon.
- Zu spät sichern: Warte nicht, bis dein Kind schon sicher steht oder läuft. Viele fangen früher an, sich hochzuziehen, als man denkt.
- Nur auf „Nein“ vertrauen: Natürlich erklären wir unseren Kindern, was gefährlich ist. Aber ein „Nein“ ersetzt keine Sicherung – vor allem nicht bei Einjährigen.
- Wichtige Dinge umräumen, aber nicht sichern: Klar, du kannst Messer nach oben verlegen. Aber was ist mit den scharfen Dosenöffnern, Reiben, Scheren? Meist bleibt irgendwas Gefährliches in Reichweite.
- Billigkauf ohne Prüfen: Nicht jede supergünstige Sicherung aus dem Internet hält, was sie verspricht. Gerade bei viel genutzten Schränken lohnt sich Qualität.
- Sicherung falsch montieren: Wenn du sie so anbringst, dass sie dich im Alltag nervt, wirst du sie irgendwann „überlisten“. Und genau das machen Kinder schneller nach, als uns lieb ist.
Wie viele Sicherungen brauchst du wirklich?
Das hängt natürlich von eurer Wohnung und eurem Kind ab. Manche Kinder sind sehr vorsichtig, andere echte Entdecker. Wir hatten eher ein Exemplar der zweiten Kategorie.
Als grobe Orientierung:
- Küche: 4–8 Sicherungen (Putzmittel, Messer, Gläser, Töpfe, ggf. Vorratsschränke)
- Bad: 2–4 Sicherungen (Medikamente, Putzmittel, Kosmetik mit Gefahrstoffen)
- Wohnzimmer: 2–4 Sicherungen (Kommoden, Schränke mit Kabeln/Technik)
- Kinderzimmer: eher Auszugsstopper als richtige Sicherungen
Ich würde immer mit den gefährlichsten Bereichen anfangen. Dann beobachtest du dein Kind ein paar Tage und schaust, wo die Neugier als nächstes hingeht. So wächst euer Sicherheitskonzept nach und nach mit.
Wie lange brauchst du Schrank- und Schubladensicherungen?
Die spannende Frage: Wann kann das alles wieder weg?
Unsere Erfahrung: Es gibt keinen festen Zeitpunkt. Manche Kinder verlieren das Interesse an Schränken mit etwa zwei Jahren. Andere entdecken mit drei erst so richtig, wie spannend es ist, überall ranzukommen.
Ein paar Anhaltspunkte:
- Dein Kind versteht und respektiert ein „Nein“ in den meisten Situationen.
- Es weiß, dass Messer, Putzmittel und Medikamente Tabu sind.
- Es hat motorisch nicht mehr diesen starken „Reiß- und Ziehtrieb“ an allem.
Wir haben Sicherungen nach und nach abgebaut. Erst an den weniger gefährlichen Stellen. Die Putzmittel und Medikamente bleiben aber ehrlich gesagt immer noch extra gesichert – einfach, weil ich mich damit wohler fühle.
Kindersicherheit heißt nicht: Alles verbieten
Bei all den Sicherungen ist mir eine Sache wichtig: Kinder sollen ihre Umgebung auch positiv erleben. Sie sollen Schubladen mit Töpfen ausräumen dürfen. Oder sich durch die Plasteschüssel-Sammlung wühlen. Das ist laut, macht aber Spaß – und ist völlig okay.
Wir haben deshalb bewusst ein paar „erlaubte“ Schubladen gelassen. Zum Beispiel eine mit Tupperdosen in der Küche. Wenn ich koche, darf dort nach Herzenslust ausgeräumt, gestapelt und sortiert werden. Der Rest ist gesichert.
Das nimmt viel Stress raus. Für das Kind, weil es nicht überall „Nein“ hört. Und für uns, weil wir wissen: In dieser Schublade ist alles okay.
Mein persönliches Fazit
Schrank- und Schubladensicherungen sind kein dekoratives Extra. Sie sind ein wichtiger Teil davon, dass sich dein Kind frei und sicher in eurem Zuhause bewegen kann.
Ja, die Montage kostet einen Nachmittag. Ja, du fluchst vielleicht kurz, wenn der Riegel nicht gleich einrastet. Aber du gewinnst etwas sehr Wertvolles: ein Stück mehr Gelassenheit im Alltag.
Du musst nicht mehr bei jedem Klacken einer Schublade hochschrecken. Du kannst auch mal in Ruhe den Kaffee austrinken, während dein Kind die Küche erkundet – weil du weißt, dass die gefährlichen Dinge außer Reichweite sind.
Und falls du gerade noch unsicher bist, womit du anfangen sollst: Starte mit Magnetsicherungen an den gefährlichsten Schränken und ergänze dann mit einfachen Innenriegeln oder außenliegenden Schlaufen dort, wo es für euch passt. Perfekt muss es nicht sein. Aber jede Sicherung ist ein Schritt in Richtung mehr Sicherheit.
FAQ: Häufige Fragen zu Schrank- & Schubladensicherungen
Spätestens, wenn dein Baby beginnt zu krabbeln oder sich an Möbeln hochzuziehen, solltest du die wichtigsten Schränke sichern. Viele Eltern warten, bis das Kind läuft – aber dann ist es oft schon sehr geübt darin, Türen und Schubladen zu öffnen. Sicherer ist es, frühzeitig zumindest Putzmittel, Messer und Medikamente zu sichern.
Gute Klebesicherungen halten erstaunlich gut, wenn du sie richtig montierst: Oberfläche gründlich reinigen, nicht direkt nach dem Ankleben belasten und auf glatten, fettfreien Untergründen verwenden. Für sehr schwere Schubladen oder extrem häufig genutzte Schränke würde ich aber eher verschraubte Systeme oder hochwertige Magnetsicherungen empfehlen.
Bewahre den Magnetschlüssel immer außerhalb der Reichweite deines Kindes auf, zum Beispiel in einer Halterung weit oben an der Wand oder im oberen Fach eines Schranks. Wir haben unseren Schlüssel an einer festen Stelle montiert, damit er nicht „wandert“. So wissen alle Erwachsenen, wo er ist, und die Kinder kommen nicht dran.
Nein, du musst nicht deine ganze Wohnung verriegeln. Konzentriere dich auf die Bereiche, in denen gefährliche Dinge liegen: Putzmittel, Medikamente, Messer, Glas und schwere Gegenstände. Unkritische Schubladen kannst du bewusst als „Spielschubladen“ freigeben, damit dein Kind dort sicher entdecken und räumen darf.
Das ist sehr individuell. Viele Familien lassen die Sicherungen bis etwa zum dritten Lebensjahr des Kindes montiert, manche auch länger. Entscheidend ist weniger das Alter als das Verhalten: Versteht dein Kind Gefahren, respektiert es klare Grenzen und hat es nicht mehr den Drang, überall zu ziehen und zu klettern? Besonders gefährliche Bereiche wie Putzmittel und Medikamente bleiben bei vielen Eltern dauerhaft zusätzlich gesichert.







